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Depotgebühren
29.11.2011

Wie sicher ist ein Depot und wie finde ich langfristige Fonds?

Frage von HannsHanns: Wie sicher ist ein Depot und wie finde ich langfristige Fonds?
Hallo,
ich habe bisher noch keine Aktien und Fonds (bin eher Fan von Fest- und Tagesgeld) und wollte mich nun aufgrund der Abgeltungsteuer doch noch ein wenig “eindecken”.
Die Fonds, die ich da kaufen möchte, will ich ca. 40-50 Jahre halten (bin jetzt erst 20 Jahre alt), daraus ergeben sich folgende Fragen:
1.: Woran erkenne ich, wie lange ein Fonds existieren wird? Weil wenn der in 2 oder 3 Jahren geschlossen/aufgelöst wird, muss ich das Geld wieder umschichten und verliere ja den Steuervorteil? Also: Wie finde ich Fonds, die “ewig” existieren?
2.: Ich brauche hierfür natürlich ein Depot. Klar könnte ich jetzt zur Sparkasse gehen und mir einfach eins eröffnen, aber da ich damit ja nie handle, sondern die Fonds jahrzentelang dort verwahren möchte, spare ich mir die Depotgebühren dort doch leichter (für späteres Spekulieren etc. hole ich mir eh ein anderes Depot, damit das getrennt ist). Daraus ergibt sich aber die Frage, was von so Onlineangeboten von irgendwelchen Direktbanken zu halten ist – woher weiss ich, dass irgendeine “Modebank” mit Gratisdepot in 50 Jahren noch existiert? Und was passiert, wenn die Bank pleite geht – sind die Fonds dann auch weg?
3.: Wo finde ich eine unabhängige und kostengünstige “Kurzberatung” zu passenden Fonds? Die Sparkasse will mir nur Deka-Fonds und die Deutsche Bank nur DWS-Fonds andrehen, vermute ich mal – die mögen ja nicht schlecht sein, aber ich will trotzdem mehr streuen, auch gesellschaftsunabhängig, da ich diese Fonds ja nie mehr umschichten kann, da sonst der Steuervorteil verloren geht….

Als kleiner Hinweis noch: Es geht um eine sehr kleine Summe (wahrscheinlich 5.000 €, habe zu Aktien und Co. nicht so viel Vertrauen…), deswegen bringt mir eine Beratung, die 2.000 € kostet, nichts ;-)
Vielen Dank.
Hallo,
danke für die bisherigen Antworten.
Zur Klarstellung: Ich werde das Geld nicht anderweitig brauchen und lasse mir auch keine Rentenversicherung aufquatschen.
Ich bin bestens versorgt und habe auch nicht nur 5.000 €, sondern will eben nur 5.000 € investieren.
Deswegen brauche ich auch keine weitere “Finanzberatung” bezgl. Sparplänen etc., es geht mir jetzt nur um die Abgeltungsteuer – falls jemand andere Tipps hat, wie ich die langfristig umgehen kann, ist das natürlich auch ok :-)
Dass ein Fonds nicht immer die gleiche Performance hat und umschichten ab und an nicht schlecht wäre, ist natürlich auch ein Aspekt, das werde ich mir überlegen.
Danke erstmal.

Beste Antwort:

Answer by Bruno M
Wenn ich mir Dein Statement hier anschaue, kann man nur raten, lass die Finger davon. Dein bisheriges Anlageverhalten und Deine Risikobereitschaft tendieren nahe 0. Das hat wirklich keinen Zweck. Spar Dir die Mühe, brüte lieber Deine Zinsen aus, gib dem Steinbrück ¼ davon und freu Dich Deines Lebens.

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3 Kommentare zu “Wie sicher ist ein Depot und wie finde ich langfristige Fonds?”

  1. Vincent schreibt:
    29.11.2011 um 08:49

    Hallo

    Nach Deinen Ausführungen und der genannten Summe, bin ich der Meinung, Du solltest diesen Geldbetrag entweder auf einem Sparkonto lassen oder eine Obligation mit sehr gutem Rating (AAA) zu kaufen.

    Du musst beachten, dass Du nicht spekulieren, sondern Dein Vermögen erhalten willst. Demnach ist es sehr schwierig in einen Fonds zu investieren. Denn alle handelbaren Werte (Aktien, Fonds, etc.) unterliegen einem relativ hohen Risiko.

    Liebe Grüsse

  2. Dr. Honigtau-Bunsenbrenner schreibt:
    29.11.2011 um 09:09

    Ja, Deine Risikoneigung ist nahe Null, aber Dein Anlagehorizont ist extrem lang. Bist Du sicher, dass Du das Geld nicht doch schonmal frueher brauchst, z.B. fuer eine Familiengruendung und Hauskauf…
    Langfristig sind Aktien die attraktivste Anlage. Es gibt auch mal truebe Zeiten, wie jetzt gerade im Zeichen der Finanzkrise und Rezessionsaengeste, aber irgendwann geht es auch wieder rauf.
    Bei 20 Jahren Anlagehorizont ist das Risiko, Verlust zu machen, faktisch gleich Null. Andererseits sind ~8% p.a. Rendite realistisch. Deshalb sind Aktien oder Aktienfonds auch die empfohlene langfristige Anlage fuer die private Altersvorsorge. Die Deutschen sind da noch im Investmentkindergarten. In anderen Laendern, wo private Altersvorsorge viel mehr betrieben wird, gibt es auch viel mehr Kleinaktioaere.

    Ueber Fondsschliessungen musst Du Dir keine groesseren Sorgen machen. Es trifft meist spezialisierte Fonds, die nur eine kleines Vermoegen verwalten. Die Fondsgesellschaft wird dir dann wahrscheinlich das kostenlose Umschichten in einen anderen Fonds der Gesellschaft anbieten. Was das fuer die Abgeltungssteuer bedeutet, weiss ich nicht. Wenn du dir einen Fonds suchst, der mind. 1 Milliarde Euro Volumen hat, dann wird der kaum geschlossen werden.

    Eine andere Ueberlegung ist, ob es ueberhaupt sinnvoll ist, einen Fonds so lange zu halten. Die Performance ist nicht immer gleich gut. Fondsmanager wechseln auch manchmal den Arbeitgeber. FinanzTest hat ausgerechnet, dass gelegentliches Umschichten in Top-Fonds trotz Abgeltungssteuer mehr Gewinn bringt, als ewig an einem mittelmaessigen Fonds festzuhalten. Die Topfonds zu finden ist aber auch eher eine Kunst. Vielleicht ist es besser, je 2500 Euro in 2 Fonds zu stecken.

    Alternativ gibt es passiv gemanagte Indexfonds. Die gehen einfach mit einem Index mit, z.B. der Stoxx50 oder MSCI World. Dann brauchst Du Dich nicht mit der Performance des Fondsmanagements zu befassen.

    Die Frage der Bankberatung ist auch so eine Sache. Natuerlich will die DB nur ihre Produkte verkaufen. Andererseits kannst Du bei MaxBlue, einem Online-Service der DB, alle in Deutschl. zugelassenen Fonds kaufen. Allerdings gibt es dann keine Beratung. Bei der Beratung wird man wahrscheinlich auch versuchen, Dir einen Dachfonds zu verkaufen. Die umgehen angeblich die Abgeltungssteuer, sind aber woanders teuer. Wenn Du von Altersvorsorge erzaehlst kann es auch passieren, dass man Dir eine Fondsgebundene Rentenversicherung verkaufen will. Das hat viele steuerliche Vorteile, aber auch da gibt es immense versteckte Kosten.

    Am Ende hilft nur, dass du dich bei mehreren Banken beraten laesst. Depotgebuehren solltest Du auch vergleichen, aber niemand kann dir die auf 20 Jahre garantieren. Ein Blick auf die webseite von FinanzTest (www.test.de) schadet auch nicht. Die haben Banken verglichen zu Fondsangebot, Depot- und Kauf/Verkaufsgebuehren.
    Wenn Du keiner Bank traust, kannst Du die Fondsanteile auch auf einem Depot bei der Fondsgesellschaft verwahren lassen. Das ist aber in den letzten Jahren eher aus der Mode gekommen.

  3. Kalle schreibt:
    29.11.2011 um 09:59

    ich habe echt lange gebraucht, um aus dem Kopfschütteln herauszukommen. Wenn man so wenig Ahnung von der Materie hat, sollte man mit irgendwelchen Mutmaßungen und Festlegungen extrem vorsichtig sein.

    Doch erst zu deinen Aussagen:
    a) “Wie finde ich Fonds, die “ewig” existieren?” so ein Quatsch. Was soll denn ewig bedeuten ??? Trotzdem: ein guter Hinweis ist es, zu schauen, seit wann der Fond existiert und wieviel Kapital er hat. Je länger bzw. je mehr, desto besser
    b) “(für späteres Spekulieren etc. hole ich mir eh ein anderes Depot, damit das getrennt ist)” Wieso zwei Depots ??? Eines für 5000 und eines für 1000 Anlagesumme …??? So ein Unfug ! Ein Depot und gut ist !
    c) “Und was passiert, wenn die Bank pleite geht – sind die Fonds dann auch weg?” Schon mal was von Kapitalsicherung gehört ?? Da passen deine lächerlichen 5000 E glatt rein
    d) “Wo finde ich eine unabhängige und kostengünstige “Kurzberatung” zu passenden Fonds?” Bei jeder Bank. Deine Mutmaßung, dass DB nur DWS empfiehlt (obwohl die schon sehr gut sind und deine Bedürfnisse allemal abdecken) ist nicht zu bestätigen ! Empfehlung am Rande: geh zur Commerzbank, seit der Übernahme der Dresdner und der Abgabe von cominvest haben die kein eigenes Portfolio. Und die Beratung ist sehr professionell. Bei 5000 E wird sich aber sicher kein Berater ein Bein ausreissen.
    e) “aber ich will trotzdem mehr streuen” 5000 Euro streuen ??? So ein abartiger Schwachsinn !

    Ich empfehle dir, und das wird dir jeder halbwegs intelligente Berater auch empfehlen, dein paar Kröten in einen blue chip Fonds anzulegen und einen Sparplan mit bspw. 50 E monatlich zu eröffnen (auf dann genau diesen Fond). Durch den cost-average-Effekt fährst Du damit allemal wesentlich besser, als dein Geld 50 Jahre (wie kommst du nur auf sowas ???) in zehn verschiedenen Fonds anzulegen.

    Nachsatz: wenn es um die Abgeltungssteuer geht, dann dürfte selbst Lieschen Müller mittlerweile begriffen haben, daß die Gewinner der Abgeltungssteuer die Bonds sind ! Und nur (!) wegen dieser Steuer jetzt 5000 E zwangsweise in irgendwelche Fonds zu pumpen, halte ich für überzogen. Verbunden mit Fonds ist auch nach der Abgeltungssteuer ein Sparplan das Mittel der Wahl (der cost average effekt wirkt sich selbstredend auch auf die Steuer aus). Aber wer natürlich beratungsresistent ist ….

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